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Wie bist Du Schauspielerin geworden?

Ich bin im Frühjar 1981 Schauspielerin geworden, als ich 18 war. Ich hatte mir ein Jahr frei genommen, bevor ich zur Stanford University gehen wollte, um Umweltwissenschaft als Hauptfach zu studieren. Ich habe als Model in New York gearbeitet und meine Agenten baten mich, Schauspielunterricht zu nehmen, so daß sie mich für Werbungen vermitteln könnten. Ich habe mit dem Schauspielunterricht mit David Mann angefangen und habe mich in die Schauspielerei verliebt! Aus heiterem Himmel hatten sich meine Zukunftspläne geändert Ich wollte Schauspielerin werden! In jenem Herbst wurde ich fast für eine Seifenoper gecastet (die liebenswerte Schauspielerin Kyra Sedgwick hat stattdessen die Rolle bekommen), aber ein paar Monate später bekam ich eine Rolle in dem TV-Film „Paper Dolls“, in dem auch Daryl Hannah und Eric Stoltz mitspielten. Ich zog nach LA, um ihn zu drehen und erzählte meinen Eltern später in jenem Jahr, daß ich mich entschieden hatte, nicht zum College zu gehen Ich wollte in LA bleiben und versuchen, es als Schauspielerin zu schaffen.

Was war die erste Rolle, die Du je gespielt hast? Und welche Erfahrungen hast Du gesammelt?

Ich spielte im TV-Film „Paper Dolls“ ein junges Mädchen, die ausgesucht wurde ein Model zu sein und sehr schnell erfolgreich wurde. Ed Zwick führte Regie später gewann er einen Academy Award und ist ein sehr erfolgreicher Regisseur und Produzent. Daryl Hannah und Eric Stoltz spielten auch mit. Ich lernte, daß Schauspielen genau das war, was ich tun wollte.

Wie hast Du von dem Casting für eine neue Rolle in Baywatch erfahren?

Greg Bonann, ein Produzent und Schöpfer von Baywatch, schwamm in dem gleichen Pool wie ich in LA. Er hatte gehört, daß ich eine gute Schwimmerin war, also hat er mich zum Vorsprechen eingeladen. Ich paßte nicht für die Rolle von Summer oder CJ, aber sich mochten mich genug, um eine neue Rolle für mich zu schaffen. Ich wurde der neue Lieutenant bei Baywatch. Sie ließen mich meinen Rollen-Namen aussuchen, und ich entschied mich für Holden nach meinem Mathe-Lehrer in der High School, John Holden, der ein strenger Lehrer und ein großartiger Athlet war, der leidenschaftlich seiner Arbeit nachging.

Was gab es für Dich für Gründe, die Rolle als Stephanie Holden in Baywatch anzunehmen?

Am Anfang wollte ich die Rolle nicht annehmen ich war verängstigt von der Verbindlichkeit, die eine Serie mit sich bringt. 1991 drehten Filmschauspieler keine Serien. Heute wechseln Schauspieler von einem Medium zum anderen, aber damals war ich nervös, ob ich jemals wieder Filme drehen könnte. Und ich hatte seit 10 Jahren in Filmen gespielt. Aber meine damalige Managerin, Jodie Cooper, sagte mir, daß Baywatch in Übersee sehr populär sei. In der Show dabei zu sein, könnte mir helfen, für Independent Movies gecastet zu werden (viele dieser amerikanischen Independent Movies wurden damals von Deutschland finanziert). Ich hatte mir auch einige Folgen angesehen und dachte mir, daß es nach jeder Menge Spaß aussah. Mein guter Freund, John Allen Nelson, hatte John Cort in Baywatch in der Staffel zuvor gespielt und ermutigte mich, den Job anzunehmen.

Erinnerst Du Dich an Details von Deinem ersten Tag am Set von Baywatch? Falls ja, kannst Du uns etwas von diesem Tag erzählen? (Wie Du Dich gefühlt hast usw.)

Die Besetzung hatte eine Woche vorher schon einen Fototermin zusammen, also hatte ich schon die anderen Schauspieler getroffen. David Charvet, Pamela Anderson und Nicole Eggert fingen in dem Jahr auch an. Jeremy Jackson, Greg Alan Williams und David waren die Veteranen, plus Richard Jaekel, der alt wurde und sehr schmerzhafte Athritis hatte. Ich hatte mit David Hasselhoff vorgesprochen, also wußte ich, wie nett er war! Ich erinnere mich an das erste Mal, als ich mit Pamela eine Szene gedreht habe, daß sie so lernwillig war, und ich bewunderte sie dafür. Sie hatte vorher noch nie Schauspielunterricht gehabt. Ich erinnere mich auch noch daran, daß in meinem Vertrag stand, daß ich statt des roten Badeanzuges sehr oft meine Lieutenant-Uniform tragen könnte, aber nach ein paar Tagen merkte ich, daß ich den Badeanzug tragen WOLLTE und nicht die stickigen Klamotten!

Was ist die lustigste Sache, die jemals hinter den Kulissen bei Baywatch passiert ist?

David Hasselhoff ist lustig. Ich kann mich daran erinnern, daß ich mit ihm am 18. Dezember im Pazifik gedreht habe und mir war fürchterlich kalt im Wasser. Es war eine Szene, in der wir beide von einem Kreuzfahrtschiff gefallen waren, und ich trug nur dieses kleine Kleid, so daß ich keinen kompletten Neoprenanzug darunter tragen konnte. Wir hatten einen falschen Hai im Wasser, dem wir ausweichen sollten, und David, der mit mir im Wasser war, machte das so lustig, daß ich nicht mehr mit Lachen aufhören konnte. Das hat mich warm gehalten! Ein weiterer lustiger Zwischenfall war, als David Hasselhoffs Double und Stand-in, David Hass (ja, das ist sein wirklicher Name und er sieht auch wie David aus!), anstelle von Hasselhoff eine Szene mit mir am Strand drehte, weil Hassel irgendwo anders drehte und es nur eine lange Einstellung war, die keine Schauspielerei erforderte. Am Ende einer Staffel hatten wir oft zwei Einheiten, die zeitgleich arbeiteten, um mehr geschafft zu bekommen und so konnten wir schneller zwischen den Sets wechseln. Jedenfalls standen David Hass und ich zwischen den Szenen am Strand und einige deutsche Touristen kamen heran und fragten ihn nach seinem Autogramm, da sie dachten, es wäre Hasselhoff. Wir konnten nicht mitteilen, daß sie nicht mit Hasselhoff, sondern mit seinem Stand-in, David Hass, sprachen, also hat David Hass die Autogramme unterschrieben. Er hat wahrscheinlich mit seinem eigenen Namen unterschrieben und sie müssen immer noch denken, daß es Hasselhoffs Unterschrift ist!

Gab es künstlerische Differenzen hinter den Kulissen von Baywatch, in denen Du persönlich involviert warst?

Nein, niemals. Ich bat um einen farbigen Freund in der Show, weil ich das Gefühl hatte, daß Baywatch zu viele weiße Schauspieler und nicht genügend Schwarze und Hispanoamerikaner hatte. Die Produzenten gingen sehr respektvoll mit meinen Gefühlen um, und sie gaben mir einen Freund, Carlos, der Mexikaner war, obwohl der Schauspieler, der ihn gespielt hat, in Wirklichkeit ein gebürtiger Amerikaner war. Er war ein gutaussehender Mann, und ich schätzte es, daß die Produzenten in dem Thema, das ich für sehr wichtig halte, auf mich gehört hatten. Süd-Kalifornien, wo Baywatch spielt, sowie die Vereinigten Staaten haben jede Menge farbige Einwohner, also erscheint es klug, mehr Volkszugehörigkeiten in die Show zu bringen vor allem, weil wir auf der ganzen Welt gesehen wurden, in Ländern, die viele Schwarze und Spanischstämmige haben.

Wie war es, mit David Hasselhoff zu arbeiten?

David ist mein liebster Co-Star aller Zeiten. Er ist lustig, aber immer professionell. Er kennt seinen Text und ist pünktlich vor Ort, und er ist niemals brummig oder gereizt am Set. Wenn jemand ihn ärgert, schafft er es immer, die lustige Seite daran zu sehen. Es kann hart sein am Set zu arbeiten, wenn vom Hauptdarsteller viel Spannung ausgeht, aber David brachte so eine liebenswürdige, freundliche, lustige Ausstrahlung hervor, so daß wir wahrscheinlich das glücklichste Set in Hollywood waren! Ich liebe David und werde es immer tun.

Mit welchen Schauspielern machte es am meisten Spaß zu arbeiten und warum?

David Hasselhoff ist ganz sicherlich mein Nr. 1-Mann. Aber Jaason Simmons (Logan) ist mein engster Freund von Baywatch - wir sehen uns immer noch sehr oft. Ich liebte es, mit ihm Szenen zu drehen, obwohl ich mich an eine Szene erinnere, bei der wir einen so schlimmen Lachanfall bekommen haben, daß der Regisseur mit uns die Geduld verlor. David Chokachi (Cody) und ich sind auch noch Freunde, und ich mochte immer unsere Handlung, in der ich seine Trainerin war. Als wir zusammen gearbeitet haben, waren wir uns sehr nahe.

Gab es irgendwelche Schauspieler am Set, mit denen Du nicht so gut ausgekommen bist?

Wir haben uns alle verstanden! Ich sag das nicht nur einfach so es ist wahr! Da David so ein Typ war, der auf dem Teppich geblieben ist, und er der Hauptdar-steller der Serie war, hätte jeder andere Schauspieler dämlich ausgesehen, wenn er sich wie eine Diva aufgeführt hätte. Keiner war eine Diva, jeder war professionell, wir sind alle selber geschwommen, egal wie das Wetter war. Ich habe nie mitbekommen, daß jemand zu jemand anderem fies war oder sich so aufgeführt hätte, als sei er besonderer. Es war ein erstaunliches Set.

Welche Deiner Baywatch-Folgen magst Du am liebsten und warum?

Ich mag meine letzte Folge, weil ich einen tollen Videoclip darin bekommen hab! Ich mochte auch die Folge, in der David und ich undercover als reiches Paar unterwegs waren und ich die blonde Kurzhaarperücke getragen habe (eine der Gründe, warum die Produzenten mir die Haare in meiner zweiten Staffel abschneiden ließen, weil sie mochten, wie ich mit der Perücke aussah). Ich hatte einen lustigen Videoclip auch in dieser Folge, wo ich eine Nachtclubsängerin war, die David umwarb.

Warum sind Stephanie und Mitch nicht zusammen gekommen? Der Zuschauer hatte den Eindruck, daß da eventuell was zwischen Euch sei, auch auf persönlicher Ebene (Ihr habt reizend zusammen ausgesehen).

Wir sind nicht zusammen gekommen, weil es die Show erweitert, wenn wir verschiedene Liebhaber haben können. Außerdem, wenn wir zusammen gekommen wären, hätten wir uns irgendwann trennen müssen und dann hätten sie mich vielleicht aus der Show geschrieben!

Gibt es eine Baywatch-Folge, über die Du denkst: „Die hätte ich besser nicht drehen sollen.“?

Nein. Ich liebe sie alle. Es gibt eine, über die wir aber immer noch lachen. Es ist die, in der sich David mit einer Vorrichtung, die Hobie gebastelt hat, und mit der er durch einen Schlauch, der aus dem Sand rausguckt, atmen kann, unter dem Sand hergräbt. Hab ich das jetzt so richtig gesagt? Ich liebte die Folge, die wir über die Special Olympics gemacht haben da gibt es eine Aufnahme, die mich immer noch zum Weinen bringt, die, in der der Mann mit Down Syndrom die Fackel hält. Ich hatte das Glück, in dieser Folge dabei zu sein, da ich zuvor noch nie mit Leuten mit Down Syndrom zusammen war, und ich wußte nicht, wie ich mich ihnen gegenüber verhalten sollte. Ich habe gelernt, daß man sich einfach ganz normal verhält und daß man offen sein muß, viel umarmt zu werden! Ich habe nun einen Freund mit Down Syndrom, William, der ein großer Hasselhoff-Fan aus Knight Rider ist.

In der Folge „Ein Abschied für immer“ („Chance Of A Lifetime“) starb Stephanie einen heldenhaften Tod. War es Deine Entscheidung, Baywatch auf diese Art zu verlassen?

Ja. Ich bat darum zu sterben, da ich wußte, daß ich auf diese Art und Weise einen großartigen Videoclip bekommen würde! Zuerst wollten die Produzenten mich nicht sterben lassen, weil Baywatch so viele junge Zuschauer hatte, und als Shawn Weatherly in der ersten Staffel nach einem Haiangriff starb, war es traumatisch für sie. Also entschieden wir uns für einen nicht gewalttätigen, heldenhaften Tod. Also starb ich, als ich das unterprivilegierte Mädchen vor einem herabstürzenden Mast in diesem riesigen Sturm vor dem Tode rettete. Sehr dramatisch! Ich bedaure es nur, daß meine Sterbeszene komplett synchronisiert werden mußte wegen all dem Regen und den Windgeräuschen! Also bin ich kein Fan meiner Sterbeszene. Ich habe allerdings mitgeholfen, Szenen für meinen Videoclip herauszusuchen, und es war ein wundervoller Song, der dabei gespielt worden ist. Für die Party nach meiner Beerdigung werde ich meine Familie bitten, diesen Song zu spielen, denke ich.

In der Ablegerserie „Baywatch Nights“ bist Du noch einmal als Stephanie Holden aufgetaucht. Hat es Spaß gemacht, „Deine“ Rolle noch einmal zu spielen?

Ach Du meine Güte, ich kann mich nur daran erinnern, wie fett ich mich in dem Badeanzug fühlte! Und es war sehr merkwürdig, mitten in der Nacht zu drehen! Ich hatte nur eine kurze Szene, oder? Als Geist, der in Davids Traum wieder auftaucht. Das ist die einzige Folge, die ich unglücklicherweise nie gesehen habe! Es war toll, die Crew wiederzusehen, da es die gleiche Crew war, die auch Baywatch gefilmt hatte. Und natürlich ist es immer ein Vergnügen, Hassel zu sehen.

Bist Du noch in Kontakt zu anderen Kollegen von Baywatch (nachdem Du die Serie verlassen hast)?

Ja! Ich habe regelmäßig Kontakt zu Jaason Simmons (ich treffe mich diese Woche mit ihm), und ich habe letztes Jahr einen Film mit David Chokachi gedreht. Ich hatte einen Traum von David und mir am Strand und ich mailte ihm und erzählte ihm davon. Und zwei Wochen später spielten wir beide in einem Film mit, der „MURDER.COM“ heißt, der auf einer Insel in der Karibik gedreht wurde! Ist das nicht verrückt? Ich habe auch noch Kontakt zu Jeremy Jackson, der zu einem wundervollen, wundervollen Mann herangewachsen ist. Ich habe auch noch Kelly Packard kennengelernt sie und ich haben nie zusammen gearbeitet, aber sie ist so nett! Ich sehe auch Michael Bergin - wir haben den Baywatch Reunion Film zusammen gemacht, aber unsere Wege haben sich nie in der Serie gekreuzt. Ich muß sagen, Michael ist so lustig wie Hasselhoff. Er schreibt Emails, die mich dazu bringen, laut loszulachen. Gena Lee Nolin lebt in Arizona, aber sie kam letzten Sommer nach LA und Jaason und ich haben sie besucht. Sie hat einen hübschen Jungen und einen tollen Ehemann.

Wie hat sich Dein Leben verändert, seitdem Du Baywatch verlassen hast?

Ich bin 1995 gegangen und bin zurückgekehrt, um die Folge meines Todes 1996 zu drehen. Ich habe die Show so sehr vermißt, nachdem ich gegangen war. Bald darauf habe ich in acht Folgen von MELROSE PLACE mitgespielt und war auch in einer Serie dabei, die FIRE CO 132 hieß, aber ich fühlte mich nie als Teil davon so wie das bei Baywatch der Fall war. Ich war sehr traurig, aber ich wußte, daß meine Traurigkeit von einer wunderbaren Sache kam: Fünf Jahre voller Glücklichkeit in einer unglaublichen Show! Ich lebte in der Nähe vom Strand, an dem Baywatch gedreht wurde, also habe ich sie oft beim Drehen gesehen, und ich wurde melancholisch, daß ich nicht da war. Ich wußte, daß ich die richtige Entscheidung getroffen hatte, aber das hieß nicht, daß es einfach war! Das darauffolgende Jahr hatte ich mir neun Monate frei genommen, um für Triathlon zu trainieren, was wundervoll war. Ich datete außerdem die Liebe meines Lebens, Ian Murray, also machte das alles Andere auch großartig. Wir sind jetzt verheiratet und obwohl wir seit 13 Jahren zusammen sind, sind wir immer noch verliebt.

Was denkst Du darüber, daß Baywatch immer noch bei den Zuschauern sehr gut ankommt und noch immer in verschiedenen Ländern auf Sendung ist?

Ich liebe es! Als ich in der Serie anfing, hatte ich nie gedacht, daß sie jemals ein solches Phänomen werden würde. Obwohl es 13 Jahre her ist, seitdem ich die Serie verlassen habe, erkennen mich immer noch jedes Mal die Leute, wenn ich ausgehe. Es ist erstaunlich, welche Reichweite Baywatch seit so vielen Jahren hat. Leute allen Alters haben die Serie gesehen, weil sie konstant seit 17 Jahren auf der ganzen Welt gezeigt wird.

2003 gab es den Reunion-Film, der „Baywatch Hawaiian Wedding“ hieß, in dem viele Stars der Serie mitspielten. Hat es Dir Spaß gemacht, all die anderen Schauspieler wieder-zutreffen?

JA! Es war so großartig, mit meinem alten Freund John Alan Nelson, mit dem ich nie bei Baywatch gedreht hatte, zu arbeiten. Aber wir hatten uns 1989 bei Dreharbeiten zu einem Film in Colorado getroffen. Ich habe auch Michael Bergin ein bißchen kennengelernt, den ich Jahre zuvor in einem Ski-Resort getroffen hatte. Michael ist ein richtiger Streiche-Spieler am Set und ich wünschte, wir hätten in der Serie zusammen gespielt, auch wenn ich nicht weiß, ob ich eine ernste Miene bewahrt hätte; mit ihm und David Hasselhoff in der Nähe! Ich habe mich auch sehr darüber gefreut, mal wieder mit Gena Versäumtes nachzuholen und Jeremy zu sehen, der nun ein MANN ist, kein Junge, ein unglaublicher Mann dazu. Er ist durch eine ernste Drogenabhängigkeit gegangen, und ist da raus gekommen mit der Hilfe eines 12-Schritte-Programms, also war er eine große Hilfe für David Hasselhoff, als wir drehten. David war gerade aus der Reha gekommen und am Anfang trocken zu bleiben, kann besonders hart sein. Ich habe auch Carmen Electra kennengelernt, die sooooo süß ist. Und Yasmine kam auch nach Hawaii, mit ihrem neuen Ehemann sie wirkten zusammen so glücklich. Pamela kam für ein paar Tage eingeflogen und war hübscher als je zuvor. Sie war einfach strahlend.

War es schwierig für Dich, Stephanie Holden von einer „dunkleren“ Seite zu spielen?

Nein. Ich liebte es. Normalerweise spiele ich „gute Mädels“, also war es eine nette Abwechslung, hinterhältig zu werden! Obwohl es ziemlich an den Haaren herbeigezogen war, daß ich eine Schönheitsoperation gehabt haben soll, um wie Stephanie Holden auszusehen, um dann David in eine Falle zu locken. Ah, nun ja, Baywatch ist nun mal nicht für seine realistischen Geschichten bekannt.

Welches Deiner Projekte, abgesehen von Baywatch, bedeutet Dir am meisten und warum ist das so?

Baywatch bedeutet mir wohl am meisten, wegen der Dauer, die ich dabei war, wegen des Spaßes, den ich hatte, und wegen der Möglichkeiten, die sich geboten haben, weil ich in der Nr. 1-Serie der Welt mitgespielt habe. Ich bin aber so froh ich hatte großartige Erfahrungen bei all meinen Projekten. Ich liebte 12 BUCKS, weil ich einen total anderen Charakter spielte als normalerweise (David Chokachi spielte auch darin meinen Ehemann, was wir 1997 drehten). Ich liebte 8 MILLION WAYS TO DIE aus dem gleichen Grund; Ich liebte DEATH TRAIN und NIGHTWATCH, weil ich mit Pierce Brosnan spielte und ein knallhartes Mädel sein konnte; Ich liebte meinen neuesten Film TRU LOVED, weil ich eine lesbische Mutter darin spielte und die Botschaft in dem Film sehr für homosexuelle Rechte stand; Ich liebte CHRISTINE, weil es mein erster Spielfilm war und nun nach 25 Jahren ein Klassiker geworden ist. Ich habe über 60 Filme gemacht, da ist es schwierig, sich zu entscheiden! Ich kann Euch nur sagen, daß ich so froh bin und dankbar für all das Glück, das ich hatte.

Du hast auch in diversen Filmen mitgespielt. Was bevorzugst Du: Die Arbeit für eine TV-Serie oder die Arbeit an einem großen Film?

Ich liebe TV-Serien. Die Rollen sind besser für Frauen und man bleibt für eine lange Zeit bei seiner Rolle. Und ein Set für eine TV-Serie wird fast zu einer Familie. Ich hoffe, daß ich bald wieder eine TV-Serie machen kann. Es wird niemals die Stelle von Baywatch einnehmen, das habe ich verstanden.

Gibt es eine Art von Film, die Du wirklich gerne machen würdest? Oder gibt es vielleicht einen Schauspieler, mit dem Du gerne zusammen arbeiten würdest?

Sean Penn ist mein Lieblingsschauspieler. Ich würde gerne mal einen Film auf Französisch drehen, da ich fließend Französisch sprechen kann. Ich möchte gerne mehr Verrückte spielen und mehr Sexualität zeigen. Ich bin offen für alles, überall!

Was war der herzerwärmendste Moment in Deiner ganzen Karriere bisher und warum?

Die besten Momente sind, wenn Du erkennst, daß Du durch Deine Arbeit in einer positiven Art Einfluß auf Leute nehmen kannst. Wegen der Rettungen in Baywatch haben viele Zuschauer gelernt, wie sie Wiederbelebung durchführen können und haben Leben gerettet!

Privat bist Du sehr im Umweltschutz engagiert. Wie wichtig ist es für Dich, die Aufmerksamkeit für diese Probleme zu steigern?

Das ist so wichtig. Ich sage immer: „Schauspielen macht mich glücklich, aber Aktivismus füllt meine Seele“. Ich arbeite zur Zeit hart für „Plug in America“ (www.pluginamerica.org), um mehr Elektroautos auf die Straße zu bringen. Ich habe Wähler schon seit 19 Jahren einmal die Woche registriert, und seit 2002 protestiere ich an einer Straßenecke in Los Angeles jeden Donnerstag Abend gegen den Irak-Krieg. Ich glaube immer noch, daß das wichtigste Umwelt-Thema die menschliche Überbevölkerung ist, und ich ermutige jeden, eine kleine Familie zu haben, nicht mehr als zwei Kinder pro Paar.

Welche Projekte stehen bei Dir in der nahen Zukunft an?

In den letzten zwölf Monaten habe ich fünf Filme gedreht. Um zu sehen, was ich noch machen werde, geht doch bitte auf www.AlexandraPaul.com.

Gibt es etwas, was Du Deinen Fans und den Mitgliedern der „Hasselhoff-Foundation“ noch sagen möchtest?

Danke für all Eure Unterstützung. Und an die Fans von David: Ihr habt einen GROßARTIGEN Geschmack! Er ist ein wundervoller Mann, der immer so gut zu seinen Fans war. Er hat sich immer die Zeit genommen, um mit den Leuten zu sprechen, und er ist so gnädig, Fotos mit sich machen zu lassen. Als wir auf einem Kreuzfahrtschiff gedreht haben, war er der Letzte am Set, weil so viele Fans ihn um Fotos und Autogramme gebeten haben, und er ist so höflich und würde niemals nein sagen. Er vergißt niemals die Leute, die für seinen Erfolg verantwortlich sind, seine Fans.